Nachstehend sei kurz die Geschichte erzählt, welche den Doppeladler zum Zunftzeichen der Schuhmacher werden ließ.

Zunächst die Version der Schuhmacherinnungen:

Am 17. Februar des Jahres 1370 kämpfte nördlich Rudau nächst Königsberg der deutsche Ritterorden unter seinem Hochmeister Winrich von Kniprode und Ordensmarschall Henning Schindekopf gegen Litauer. Die Schlacht schien nahezu verloren, die Kämpfer wichen vor der gegnerischen Übermacht zurück, da nahm der junge Schuhmachergeselle Sagan die Fahne mit dem kaiserlichen Wappen an sich und rannte, zusammen mit den von ihm mitgerissenen Kameraden, erneut gegen den Feind an. Durch diese entschlossene Initiative wandte sich das Schlachtglück zugunsten der Kaiserlichen.

Kaiser Karl würdigte die entschlossene Tat indem er Hans Sagan zum Altgesellen ernannt und adelte.

Die Verleihungsurkunde lautet:

Da ihr Schuster durch Euere Tapferkeit bewahret habet meines Kaiserlichen Hauses Ehr und Ruhm, so soll meine Kaiserliche Gnade gegen Euch darin bestehen, dass ihr und alle Schuster den Kaiserlichen doppelten Adler fort und fort auf Schild und Fahne führen sollt.

Wikipedia beschreibt die Sage um die Vorgänge wie folgt:

"In der Schlacht soll ein Königsberger Schustergeselle namens Hans Sagan dem stürzenden Bannerträger des Ordensmarschalls Henning Schindekopf zur Seite geeilt sein, um das Ordensbanner bis zum Sieg hochzuhalten (siehe: Agnes Miegel; Henning Schindekopf). Der standhafte Gefolgsmann wurde später in Anbetracht seines Mutes durch den Hochmeister geadelt, was den später bekannt gewordenen Namen "Hans von Sagan" erklärt. Zu späterer Zeit wurde ihm in Königsberg ein Denkmal gesetzt. Im Allgemeinen wurde das Monument jedoch als so unästhetisch erachtet, dass es noch in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhundert in Königsberg ein geflügeltes Wort gab, welches besagte, jemand sei hässlich wie Hans von Sagan."

Nun - die Urkunde gibt es angeblich noch heute.