
Der Oxford
Der Klassiker der aus einem an die Ferse reichenden Galoschenschnitt als Schnür- oder Knöpfstiefel entstand.
Charakteristisch ist der Blattschnitt beim Oxford- Halbschuh. Blattschnitt heißt, daß die beiden Schnürteile Richtung Schuhspitze zusammenstoßen und unter das Schuhblatt geführt werden. Dadurch entstehen durch die Steppung des Blattes Quernähte über die Schnürteile.
Der geradkappige Schuh im Blattschnitt heißt im angelsächsischen "Oxford". Zur Herkunft der Bezeichnung später mehr ...
Zur Verwendung: der schwarze geradkappige Oxford mit leichter oder mittlerer Sohle ist der ideale Schuh zum Geschäftsanzug. Staatsempfänge und Abendveranstaltungen erfordern den Oxford. Der "normale" Opernbesuch - also im Anzug, nicht im Smoking (dieser meist nur bei Premieren), machen auch den Oxford erforderlich. Der geradkappige Oxford ist kein Schuh zu Smoking oder gar Frack. Beim Cutaway scheiden sich die Geister - wir finden ihn nicht ideal aber akzeptabel - hier wäre der glatte, unverzierte Derby mit max. mittlerer Sohle richtiger.
Bei all dem Gesagtem wird unterstellt, daß weder modisch verzerrte Leistenformen oder besonders merkwürdige Sohlenstärken oder weit abstehende oder extrem anliegende Sohlenränder trotz des quasi richtigen Schuhschnitts keine Anforderungen an korrekte Zusammenstellung von Anzug und Schuh erfüllen. Daß hier der junge Schauspieler bei einer Party mit Smokingvorgabe seine überlangen Designerschuhe zu besonderen Smokings tragen wird, entzieht sich den hier vorgenommenen Empfehlungen.
Plegeanleitung